Wenn Gewissen zum Risiko wird
Warum immer mehr Ärztinnen und Ärzte in Europa für individuelle medizinische Entscheidungen unter Druck geraten und was das für Vertrauen, Ethik und Gesellschaft bedeutet.
Wenn ärztliche Gewissensfreiheit durch die zunehmende Politisierung von Wissenschaft und Medizin eingeschränkt oder sanktioniert wird, betrifft dies den Kern medizinischer Ethik und beruflicher Verantwortung. In mehreren europäischen Ländern sehen sich Ärztinnen und Ärzte mit Verfahren, beruflichen Konsequenzen und teilweise existenziellen Sanktionen konfrontiert, nicht weil sie Patienten geschädigt hätten, sondern weil sie individuell untersucht, abgewogen und im Sinne ihrer medizinischen Einschätzung gehandelt haben. Damit gerät ein Grundprinzip der Medizin unter Druck, das auf individueller Sorgfalt und Gewissensentscheidung basiert.
Diese Entwicklung wirft grundlegende Fragen zum Selbstverständnis liberaler Demokratien auf. Kritiker sehen darin eine Verschiebung hin zu stärker kollektiv geprägten Strukturen, in denen abweichende medizinische Entscheidungen zunehmend weniger Raum haben. Dies birgt erhebliche gesellschaftliche Spannungen und das Risiko eines tiefgreifenden Vertrauensverlusts zwischen Bevölkerung, Medizin und staatlichen Institutionen.
Der folgende Brief wurde im April 2026 an Robert F. Kennedy Jr. gesendet und thematisiert die zunehmende Einschränkung ärztlicher Gewissensfreiheit in Europa.
Übersetzung des Briefes
Wenn medizinisches Gewissen zur Straftat wird
Sehr geehrter Herr Kennedy
ich schreibe Ihnen in meiner Funktion als Präsident des Schweizerischen Vereins WIR.
Ihr Engagement für medizinische Freiheit und informierte Zustimmung ist auch ausserhalb der Vereinigten Staaten wahrgenommen worden und findet grosse Beachtung.
Was in Deutschland begann, wird inzwischen auch in der Schweiz zunehmend sichtbar und könnte sich weiter ausbreiten.
Hunderte von Ärztinnen und Ärzten in der Europäischen Union, insbesondere in Deutschland und Österreich, aber auch in der Schweiz, sehen sich noch Jahre nach der Pandemie mit Verfahren konfrontiert. In vielen Fällen geschieht dies im Zusammenhang mit der Ausstellung von Attesten oder der Unterstützung individueller medizinischer Entscheidungen.
Was offiziell häufig als „Betrug“ bezeichnet wird, betrifft in Wirklichkeit oft Ärzte, die nach ihrer fachlichen Einschätzung, ihrem Gewissen und ihrer ethischen Verpflichtung im Sinne des Hippokratischen Eides gehandelt haben.
Gleichzeitig wird öffentlich teilweise der Eindruck vermittelt, dass es keine Konsequenzen für medizinische Entscheidungen aus Gewissensgründen gebe. Dieser Widerspruch hat die Organisation „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“ (MWGFD) dazu veranlasst, eine neue Initiative zu lancieren, die wir mit voller Überzeugung unterstützen.
Ziel dieser Plattform ist es, bislang verstreute und oft isolierte Fälle systematisch, transparent und international zu dokumentieren. Sie ist mehrsprachig angelegt und offen für gut dokumentierte Fälle aus verschiedenen Ländern. Der aktuelle Fokus liegt auf Europa, doch die zugrunde liegenden Prinzipien sind universell.
Allein in Deutschland wurden Berichten zufolge in nur einem Teil der Bundesländer über 1’500 Verfahren im Zusammenhang mit §278 StGB registriert. Das tatsächliche Ausmass ist jedoch nicht abschliessend bekannt.
Dies wirft eine grundlegende Frage auf:
Was geschieht mit der Medizin, wenn das Gewissen zum rechtlichen Risiko wird?
Wir sind überzeugt, dass diese Thematik weit über nationale Grenzen hinausgeht. Sie berührt den Kern medizinischer Ethik, die Autonomie der Patientinnen und Patienten sowie das zukünftige Verhältnis zwischen staatlicher Autorität und ärztlicher Entscheidungsfreiheit.
Angesichts Ihres langjährigen Engagements für diese Grundsätze sind wir überzeugt, dass diese Initiative für sich spricht. Ihre Sichtbarkeit wird entscheidend sein, und wir danken Ihnen für jede Unterstützung, die Sie zur Verfügung stellen können.
Mit freundlichen Grüssen
Christian Oesch
Präsident Schweizerischer Verein WIR
💥 Skandal!
Über 1.500 Ärzte in Europa wegen Corona verfolgt!
Tausende Ärzte werden in Europa wegen Maskenattesten oder Impfbefreiungen verfolgt – bis heute!
Jetzt hat der Schweizerische Verein WIR gemeinsam mit der Ärztevereinigung MWGFD die Initiative „Ärzte mit Gewissen“ ins Leben gerufen. Dort werden die skandalösen Fälle zusammengetragen – und international verbreitet! Am Tag der Veröffentlichung spricht der Präsident von WIR, Christian Oesch, exklusiv bei AUF1.
👉 Die Initiative „Ärzte mit Gewissen“ finden Sie hier: https://aerzte-mit-gewissen.org










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