Systemrisiko und Marktmanipulation:
Eine forensische Analyse des „Silber-Schocks“ bei der UBS und der geopolitischen Eskalation 2026
Die Veröffentlichung unseres Beitrags zur Lage der UBS und den Verwerfungen am Silbermarkt hat eine breite öffentliche Reaktion ausgelöst. Neben Zustimmung erreichten uns kritische Rückmeldungen von Journalisten, Ökonomen und Marktbeobachtern, die unsere Einschätzungen als überzogen oder nicht glaubwürdig einordneten.
Dieser Beitrag versteht sich nicht als Replik auf einzelne Stimmen. Er ist eine sachliche, forensische Nachlieferung. Ziel ist es, die zugrunde liegenden Marktmechanismen, strukturellen Risiken und geopolitischen Zusammenhänge darzulegen, die in der öffentlichen Debatte bislang entweder verkürzt oder ausgeblendet wurden.
Im Zentrum stehen nicht Meinungen, sondern überprüfbare Entwicklungen: die Entkopplung von Papier- und physischen Märkten, extreme Hebelwirkungen im Edelmetallhandel und deren Relevanz für systemrelevante Finanzinstitute.
A concise analytical overview of this article is available in English for international readers.
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Exekutivbericht: Der Kontext der Unglaubwürdigkeit
Der Januar 2026 markiert einen historischen Wendepunkt in der Geschichte der globalen Finanzmärkte, der in seiner Intensität und strukturellen Bedeutung die Krisen von 2008 und 2023 in den Schatten stellt. Im Zentrum dieser Dislokation steht der Silbermarkt, der mit einem Preisanstieg auf über 93 US-Dollar pro Unze nicht nur historische Höchststände durchbrochen, sondern auch die Integrität der westlichen Bankeninfrastruktur in Frage gestellt hat.
Dieser Bericht analysiert im Detail die in der öffentlichen Debatte diskutierte Thematik des „Silber-Schocks“ bei der UBS und ordnet die Aussage „Das ist nicht glaubwürdig!“ analytisch ein. Die Aussage wird von Teilen des finanziellen Establishments als Reaktion auf viral verbreitete Insolvenzthesen verwendet, steht jedoch im Gegensatz zu den Analysen kritischer Marktbeobachter, darunter Christian Oesch und „Tyler Durden“ (ZeroHedge).
Die Kern-Erkenntnis dieser Untersuchung lautet, dass die Zurückweisung der Gerüchte als „Fake News“ oder „AI-generierte Desinformation“ zwar technisch teilweise korrekt sein mag (in Bezug auf die Verbreitungsmedien), in der Sache jedoch von einer fundamentalen Solvenzkrise ablenkt. Die Datenlage deutet darauf hin, dass wir Zeugen einer „Great Divorce“ (Grossen Scheidung) zwischen dem physischen Metall und den Papier-Derivaten sind. Während Institutionen wie TD Securities und UBS auf eine algorithmische „Mean Reversion“ (Rückkehr zum Mittelwert) setzten , wurde der Markt durch eine Kombination aus industrieller Panikkäufe (KI/Solar) und einer aggressiven Ressourcen-Akquise durch staatliche Akteure (US-DoD/Venezuela) „gesqueezed“.
Der Bericht belegt, dass die Mechanismen, die in der Vergangenheit zur Preisunterdrückung dienten – Margin-Erhöhungen der CME und Index-Rebalancing – im Januar 2026 versagten. Dies erhärtet den Verdacht der Manipulation nicht im Sinne einer Preisdrückung, sondern im Sinne einer verzweifelten Systemrettung („Controlled Demolition“), um das Platzen gigantischer Short-Positionen bei systemrelevanten Banken zu verhindern.
Die Analyse des Text-Kontextes
Oesch, Durden und die „Unglaubwürdigkeit“
Um die Dynamik des „Silber-Schocks“ zu verstehen, muss zunächst der diskursive Rahmen dekonstruiert werden, der durch die Pole „Offizielle Darstellung“ (UBS/Regulatoren) und „Alternative Finanzanalyse“ (Oesch/Durden) aufgespannt wird.
1. „Das ist nicht glaubwürdig!“ – Die Anatomie des Dementis
Die Aussage „Das ist nicht glaubwürdig!“ bezieht sich primär auf die Verbreitung von Videos und Berichten, die einen unmittelbaren Zusammenbruch der UBS aufgrund von Silber-Short-Positionen prophezeien.
- Der Auslöser: Am 16. Januar 2026 berichtete das Finanzportal Inside Paradeplatz unter dem Titel „Panik schüren mit UBS und Silber“ über eine Welle von „Fake-Videos“ aus Asien. Diese Videos, die mutmasslich durch Künstliche Intelligenz generiert wurden, visualisieren den Untergang der Großbank und werden einem nicht näher spezifizierten „Verein“ zugeschrieben, der diese Narrative „an die Wand malt“.
- Die Verteidigungslinie: Die Bank und marktnahe Kommentatoren framen diese Inhalte als gezielte Desinformationskampagne (Information Warfare), die darauf abzielt, das Vertrauen in den Schweizer Finanzplatz – der nach dem Notverkauf der Credit Suisse an die UBS im Jahr 2023 bereits fragil ist – weiter zu untergraben. Das Argument der „Unglaubwürdigkeit“ stützt sich darauf, dass die UBS solide Kapitalquoten ausweist und Hedging-Strategien anwendet, die solche Risiken neutralisieren sollten.
2. Die „Christian Oesch / Tyler Durden“-Perspektive
Demgegenüber stehen Analysen aus dem Umfeld systemkritischer Marktbeobachter, die unter anderem mit den Namen Christian Oesch und „Tyler Durden“ verbunden werden. Letzterer ist das bekannte Sammelpseudonym der Autoren von ZeroHedge, einer Plattform, die seit Jahren die These vertritt, dass die Edelmetallmärkte durch ein Netzwerk großer Bullionbanken manipuliert werden, um Inflationserwartungen künstlich niedrig zu halten.
Die Verbindung zu „Christian Oesch“ (in diesem Kontext wohl als Synonym für kritische Schweizer Finanzkommentatoren zu verstehen, die auf Plattformen wie Inside Paradeplatz aktiv sind) legt eine spezifische Argumentationslinie nahe:
- Das „Rauch-und-Feuer“-Prinzip: Auch wenn die Videos technisch manipuliert oder KI-generiert sind, verweist ihre Viralität auf ein reales Marktmisstrauen. Marktteilnehmer reagieren weniger auf das Medium selbst als auf die zugrunde liegende Sorge vor ungedeckten Positionen („naked shorts“).
- Die toxische Erbschaft der Credit Suisse: Kritiker argumentieren, dass die UBS mit der Übernahme der CS nicht nur Assets, sondern auch die „Leichen im Keller“ übernommen hat – insbesondere komplexe Derivatstrukturen im Rohstoffbereich, die in den Büchern als „abgesichert“ gelten, aber bei extremer Volatilität (wie dem Anstieg von Silber um 150 % in 2025) explodieren.
- Die Umkehr der Beweislast: Wenn die UBS behauptet, die Gerüchte seien „nicht glaubwürdig“, verweisen Analysten wie Durden auf die Historie. Banken wie JPMorgan zahlten 2020 fast eine Milliarde Dollar Strafe für genau die Art von Manipulation (Spoofing), die sie jahrelang als Verschwörungstheorie abgetan hatten.
Zwischenfazit
In der öffentlichen Debatte zeigt sich ein Konflikt unterschiedlicher Interpretationsansätze. Während offizielle Stellen die Vorgänge als unglaubwürdig einordnen, deuten systemkritische Marktbeobachter diese Einordnung als Teil einer stabilisierenden Kommunikationsstrategie. Parallel dazu wird auf die zentrale Rolle geldpolitischer Liquiditätsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung der Marktstabilität verwiesen.
Makroökonomische Verwerfungen im Silbermarkt
Der Silber-Schock im Detail
Um die Plausibilität einer Schieflage bei der UBS zu bewerten, müssen die Marktdaten des Januar 2026 objektiv betrachtet werden. Wir sehen keine normale Marktfluktuation, sondern eine historische Anomalie.
1. Die Preisexplosion
Zum Stichtag Mitte Januar 2026 notieren die Edelmetalle auf Niveaus, die sämtliche Prognosen der etablierten Banken pulverisiert haben.
| Rohstoff | Preis (Jan 2026) | Performance (YTD) | Performance (1 Jahr) | Prognose (Banken) |
| Gold | ~$4.600 / oz | +6 % | +68 % | $2.700 (UBS Ziel 2025) |
| Silber | ~$90 – $93 / oz | +25 % | +196 % | „Underperform“ (JPM) |
Tabelle 1: Preisentwicklung Edelmetalle Januar 2026
Besonders signifikant ist das Versagen der Bankenprognosen. Analysten von TD Securities hatten noch kurz vor dem Ausbruch auf sinkende Kurse gewettet und Kursziele von 40 USD ausgegeben. Diese massive Fehleinschätzung deutet darauf hin, dass die Modelle der Banken auf Marktregimes basieren, die nicht mehr existieren.
2. Die Entkopplung von Papier und Physisch
Das Kernargument der Manipulations-These ist die Diskrepanz zwischen dem „Papierpreis“ (Futures an der COMEX) und dem Preis für physisches Metall.
- Shanghai-Prämie: Berichte deuten darauf hin, dass Silber in China und Japan mit Aufschlägen von 10 % bis über 50 % gegenüber dem westlichen Spotpreis gehandelt wird (Preise bis zu $130 in Japan).
- Leasing-Raten: Die Kosten, um sich Silber zu leihen (Leasing Rates) in London sind „in die Höhe geschossen“. In einem normalen Markt mit ausreichendem Angebot wären diese Raten nahe Null. Hohe Leasing-Raten sind der ultimative Beweis für physische Knappheit im Interbankenmarkt.
Wenn die UBS oder andere Banken Short-Positionen halten, müssen sie das Metall entweder liefern oder die Position zurückkaufen. Wenn kein Metall verfügbar ist (hohe Leasing-Raten) und der Preis steigt, entsteht ein unendliches Verlustrisiko (Short Squeeze).
Die Anatomie der Marktmanipulation
Geschichte und Gegenwart
Die Skepsis gegenüber den Dementis der Banken („Das ist nicht glaubwürdig!“) speist sich aus einer gut dokumentierten Historie krimineller Energie im Sektor. Die Analyse zeigt, dass Manipulation kein Mythos, sondern ein Geschäftsmodell war.
1. Die historische Beweislast (2008–2025)
Zwischen 2008 und 2016 operierte ein Kartell von Grossbanken, um die Preise von Edelmetallen systematisch zu drücken oder zu „spoofen“ (Täuschung durch Scheinorders). Die juristische Aufarbeitung dieser Praktiken zog sich bis ins Jahr 2025 hin und resultierte in massiven Strafzahlungen.
| Bank | Strafe / Vergleich | Jahr der Durchsetzung | Delikt |
| JPMorgan Chase | 920 Mio. USD | 2020 | Spoofing & Manipulation |
| Scotiabank | 127,5 Mio. USD | 2020 | Preismanipulation (Marktaustritt 2021) |
| Deutsche Bank | 75,5 Mio. USD | 2016-2021 | Rigging Silver Fix |
| UBS | 20 Mio. USD | 2018 & 2025 | Spoofing / Überwachungsversagen |
| HSBC | 76,6 Mio. USD | 2018-2023 | Spoofing |
Tabelle 2: Sanktionen wegen Edelmetallmanipulation (Auswahl)
Besonders brisant ist, dass zwei leitende Händler von JPMorgan, Michael Nowak und Gregg Smith, zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Dies beweist, dass die Manipulationen bis in die höchsten Ebenen der Desks toleriert oder angeordnet wurden. Wenn Analysten wie „Tyler Durden“ heute von Manipulation sprechen, beziehen sie sich auf diesen empirischen Befund: Die Banken haben es schon einmal getan.
2. Die These der „Naked Shorts“ (2026)
Im Januar 2026 kursieren Gerüchte über Short-Positionen in astronomischer Höhe:
- Bank of America: Angeblich 1 Milliarde Unzen Short.
- Citigroup: Angeblich 3,4 Milliarden Unzen Short.
Analyse der Plausibilität
Die weltweite Silberproduktion liegt bei rund 800 Millionen Unzen pro Jahr. Eine Short-Position von 3,4 Milliarden Unzen entspräche damit mehr als vier Jahresproduktionen. Kritische Marktbeobachter weisen darauf hin, dass es sich bei diesen Volumina um sogenannte notional-Werte handelt, also um Nennwerte von Derivaten. Das eigentliche Risiko entsteht durch das Prinzip des „Fractional Reserve Banking“ im Metallhandel: Für jede physische Unze im Tresor wird in der Praxis häufig ein Vielfaches an „Papier-Unzen“ gehandelt, teils mit Hebelwirkungen von bis zu 360:1.
Solange Investoren sich mit Papier zufrieden geben, funktioniert das System. Doch im Januar 2026, getrieben durch Angst vor Währungsreformen und Krieg, verlangten die Akteure physische Auslieferung („Delivery“). Dies zwingt die Banken, das 360-fache der vorhandenen Menge zu beschaffen, was unmöglich ist und zum „Silber-Schock“ führt.
Marktmechanik als Waffe
Der „Kill Switch“ und das Versagen der Algorithmen
Ein zentrales Element der Analyse von Christian Oesch/Tyler Durden ist die Beobachtung, dass die Marktbetreiber (Exchanges) selbst eingreifen, um die Banken zu schützen. Dies wird als Beweis für die Systemrelevanz der Manipulation gewertet.
1. Der CME Margin Hike („Kill Switch“)
Am 30. Dezember 2025 erhöhte die Chicago Mercantile Exchange (CME) die Margin-Anforderungen (Sicherheitsleistungen) für Silber-Futures signifikant.
- Die Massnahme: Erhöhung von 25.000 USD auf 32.500 USD pro Kontrakt (+30 %).
- Der Zweck: Offiziell dient dies dem Risikomanagement bei Volatilität. Kritisch betrachtet ist es ein Werkzeug, um Spekulanten (die „Long“ sind) aus dem Markt zu drängen, da sie plötzlich mehr Kapital nachschießen müssen. In der Vergangenheit (z.B. 2011) führte dies zum Crash des Silberpreises.
- Das Ergebnis 2026: Der Preis fiel kurzzeitig, erholte sich aber sofort und stieg auf neue Hochs ($93).
- Die Implikation: Das Versagen des „Kill Switch“ zeigt, dass die Käufer keine schwachen Hände (Spekulanten) sind, sondern Akteure mit tiefen Taschen, die das Metall physisch benötigen und nicht auf Margin handeln. Dies erhärtet die These, dass der Markt von „Fake Paper“ zu „Real Physical“ kippt.
2. Das Index-Rebalancing-Debakel
Ein weiterer Versuch, den Preis zu drücken, wurde im Zeitfenster 9. bis 15. Januar 2026 erwartet.
- Die Erwartung: Aufgrund des massiven Preisanstiegs 2025 musste Silber in den großen Rohstoffindizes (BCOM, S&P GSCI) rebalanciert (verkauft) werden, um die Gewichtungsgrenzen einzuhalten. Banken wie TD Securities und Citi prognostizierten Verkäufe im Volumen von fast 8 Milliarden USD und rieten ihren Kunden, „Short“ zu gehen.
- Die Realität: Der Markt absorbierte diese Verkäufe ohne nennenswerte Korrektur. TD Securities verlor bei diesem Trade zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate Millionenbeträge und wurde ausgestoppt.
- Analyse: Wenn Verkäufe von 8 Milliarden Dollar den Preis nicht drücken können, bedeutet dies, dass auf der Käuferseite eine Nachfrage existiert, die weit größer ist. Dies führt uns zur geopolitischen Dimension.
Der Geopolitische „Pivot“
Operation „Kinetic Acquisition“
Die Recherche zeigt, dass der „Silber-Schock“ nicht isoliert im Finanzsystem stattfindet, sondern eng mit den aggressiven außenpolitischen Manövern der USA im Januar 2026 verknüpft ist. Hier verschmelzen Finanzanalyse und Geopolitik.
1. Venezuela und der „Arco Minero“
Am 3. Januar 2026 führten US-Streitkräfte eine Operation in Venezuela durch, die zur Festnahme von Nicolás Maduro führte. Während die Medien dies als Anti-Drogen-Operation framten, enthüllt die Analyse der Executive Orders und geologischen Daten das wahre Motiv: Rohstoffe.
- Executive Order vom 9. Jan 2026: Präsident Trump erklärte einen nationalen Notstand, um venezolanische Vermögenswerte vor „gerichtlichen Zugriffen“ zu schützen. Faktisch sichert sich die USA damit den Zugriff auf die Einnahmen und Ressourcen.
- Der Arco Minero: Diese Region in Venezuela beherbergt nicht nur Gold, sondern auch strategische Reserven an Silber, Coltan und anderen Mineralien, die für die US-Verteidigungsindustrie essentiell sind.
- Kinetic Acquisition: Der Begriff beschreibt den Übergang von der Beschaffung strategischer Ressourcen über den freien Markt hin zu deren staatlicher oder militärischer Sicherung. Wenn die USA Silber militärisch sichern, signalisiert dies, dass sie einen totalen Zusammenbruch des freien Angebots erwarten.
2. Das Tennessee-Smelter-Projekt: Die Rolle von JPMorgan
Das vielleicht wichtigste Puzzlestück, das die Rolle der Banken beleuchtet, ist das Projekt in Clarksville, Tennessee.
- Das Projekt: Bau einer Schmelzanlage für Nichteisenmetalle (inkl. Silber) durch Korea Zinc, finanziert durch JPMorgan und mit einer 40%-Beteiligung des US-Verteidigungsministeriums (DoD).
- Investitionsvolumen: 7,4 Milliarden USD.
- Strategische Bedeutung: JPMorgan agiert hier nicht als Spekulant, sondern als Finanzier der strategischen Infrastruktur der USA. Während andere Banken (wie UBS?) möglicherweise auf der falschen Seite des Papier-Trades stehen („Short“), hat sich JPMorgan physisch auf die Seite der Regierung und der Industrie geschlagen.
- Oesch/Durden Analyse: Dies bestätigt die These, dass JPMorgan vom „Suppressor“ (Preisdrücker) zum „Profiteer“ gewechselt ist. Sie haben ihre Shorts geschlossen, physisches Silber akkumuliert (angeblich über 750 Mio. Unzen seit 2011) und finanzieren nun die Verarbeitung. Die UBS und andere europäische Banken könnten die Opfer dieses Seitenwechsels sein.
Strukturelle Defizite: Das industrielle Vakuum
Neben der Geopolitik treibt ein brutales physikalisches Defizit den Preis. Die Vorstellung, dass der Preis „nicht glaubwürdig“ sei, ignoriert die fundamentale Angebot-Nachfrage-Schere.
Solar und KI: Die neuen Treiber
Silber ist nicht nur Geldmetall, sondern unverzichtbar für die High-Tech-Industrie.
- Photovoltaik: Die neue Generation von Solarzellen (TOPCon, HJT) benötigt signifikant mehr Silberpaste pro Watt als alte Technologien. Die globale Nachfrage aus diesem Sektor allein nähert sich 200-250 Millionen Unzen pro Jahr.
- Künstliche Intelligenz: Die massive Expansion von Rechenzentren (Data Centers) für KI-Anwendungen erfordert Hochleistungs-Elektronik, in der Silber aufgrund seiner Leitfähigkeit unersetzbar ist.
- Das Defizit: Analysten projizieren für 2026 ein strukturelles Defizit von über 200 Millionen Unzen. Dieses Defizit kann nicht durch Minenproduktion gedeckt werden, da Minen Jahre brauchen, um die Förderung hochzufahren (Inelastizität des Angebots). Es muss aus den Lagerbeständen kommen – und diese sind bei der COMEX und LBMA auf kritische Tiefstände gefallen.
Glaubwürdigkeit in Zeiten des Systembruchs
Die Analyse der vorliegenden Marktdaten, geopolitischen Entwicklungen und strukturellen Zusammenhänge führt zu einer differenzierten Einordnung der Situation rund um die UBS und den Silbermarkt.
Zurückweisung der „Unglaubwürdigkeit“
Die wiederholt vorgebrachte Einschätzung, die diskutierten Risiken seien „nicht glaubwürdig“, lässt sich vor diesem Hintergrund als Ausdruck eines Systems unter erheblichem Stress verstehen.
- Marktdaten lügen nicht: Die Explosion der Leasing-Raten, die Backwardation (Spotpreis höher als Futures) und die Prämien in Asien deuten auf akuten physischen Stress im Silbermarkt hin.
- Banken sind nicht unfehlbar: Die Geschichte der Manipulationen (2008-2016) und das jüngste Versagen von TD Securities zeigen, dass die Banken die Kontrolle über den Markt verloren haben.
- UBS im Fokus: Als Erbin der Credit Suisse ist die UBS das schwächste Glied in der Kette der großen Bullionbanken. Unabhängig von medialen Darstellungsformen bleibt das Risiko erheblicher Schieflagen im Rohstoffderivatebereich hochplausibel.
Synthese
Die von systemkritischen Marktbeobachtern wie Oesch oder Durden vertretene Analyseperspektive ordnet diese Entwicklungen in einen grösseren Zusammenhang ein: Sie versteht die aktuellen Verwerfungen nicht als isolierte Marktbewegung, sondern als Ausdruck eines strukturellen Bruchs zwischen Papieransprüchen und physischer Realität. Entscheidend ist dabei weniger die mediale Begleiterscheinung als das zugrunde liegende Signal eines Preisniveaus von aktuell rund 93 USD, das trotz Margin Hikes und Index-Verkäufen Bestand hat.
Schlussfolgerung für den Investor und Beobachter
Der „Silber-Schock“ ist real. Er ist das Symptom einer geopolitischen Neuordnung, in der Rohstoffe (Commodities) wieder als strategische Waffen bewertet werden. Die USA haben dies erkannt (Venezuela/Tennessee). Banken, die noch immer auf Papiermodelle setzen (Shorts), stehen vor existenzbedrohenden Verlusten. In diesem Licht erscheint die Panik um die UBS nicht als Desinformation, sondern als verfrühte Warnung vor einem Ereignis, das durch staatliche Intervention (Bailout/Nationalisierung) möglicherweise noch verschleiert, aber nicht verhindert werden kann.
Appendix: Glossar der verwendeten Finanztermini
- Naked Short: Der Verkauf eines Vermögenswertes (z.B. Silber-Future), ohne den Basiswert zu besitzen oder geliehen zu haben. Theoretisch unbegrenztes Verlustrisiko.
- Spoofing: Illegale Praxis, bei der große Orders in den Markt gestellt und vor Ausführung gelöscht werden, um den Preis zu manipulieren.
- Backwardation: Marktzustand, bei dem der aktuelle Preis (Spot) höher ist als der Preis für zukünftige Lieferung (Futures). Ein starkes Signal für akuten physischen Mangel.
- Repo Market (Repurchase Agreement): Markt für kurzfristige Kredite zwischen Banken und Zentralbanken. Ein Anstieg der Repo-Volumina deutet oft auf Liquiditätsengpässe bei Banken hin.
- Kinetic Acquisition: Euphemismus für die militärische Eroberung oder Sicherung von Ressourcen.
Live Gold, Silver, Platinum, and Palladium Spot Prices – 19.1.2026, 13.40 Uhr (Apmex)
Zur medialen Einordnung: Korrespondenz im Zusammenhang mit dem UBS-Beitrag
Von: Lukas Hässig [[email protected]]
Gesendet: Dienstag, 13. Januar 2026 10:12
An: [email protected]
Betreff: Silber-UBS
Guten Tag Herr Oesch,
Habe Ihre Story gelesen.
- Handelt es sich bei https://www.youtube.com/watch?v=2DUc7KkwgYY nicht um eindeutige „Fakes“?
- Was sagte Ihnen die UBS dazu?
- Was ist die Idee Ihres Vereins? Wie viele Mitglieder haben Sie, wie gross ist das Budget, was sind Ihre Hauptaktivitäten?
Vielen Dank, beste Grüsse,
Lukas Hässig
—
Lukas Hässig
Inside Paradeplatz GmbH
Giessereistrasse 5, CH-8005 Zürich
+41 43 366 8409, +41 79 605 3952
[email protected]
www.insideparadeplatz.ch
Von: Christian Oesch, Präsident Schweizerischer Verein WIR [[email protected]]
Gesendet: Sonntag, 18. Januar 2026 15:09
An: ‚Lukas Hässig‘
Betreff: AW: Silber-UBS
Guten Tag Herr Lukas Hässig
Während einige wie Sie versuchen, uns oder mich persönlich zu verleumden, arbeiten Swissvox und Oesch auch an einem Sonntag weiter. Nicht aus Provokation, sondern weil die Lage objektiv als erheblich ernst zu bewerten ist. Die aktuellen Entwicklungen lassen keinen Raum für Verharmlosung oder Ablenkung.
Der folgende Beitrag „Silber Schocks bei der UBS und der geopolitischen Eskalation 2026, eine forensische Analyse“ ordnet die Situation faktenbasiert ein. Er zeigt auf, dass die gegenwärtigen Spannungen im Silbermarkt kein isoliertes Ereignis sind, sondern Ausdruck einer strukturellen Entkopplung zwischen Papiermärkten und physischer Realität. Extreme Hebelwirkungen, jahrzehntelange Marktverzerrungen und eine zunehmende physische Knappheit treffen nun auf eine geopolitisch fragmentierte Welt.
Besonders relevant ist dabei, dass Industrien bereits heute gezwungen sind, erhebliche Aufschläge über den offiziellen Spotpreis zu zahlen, um physisches Silber zu erhalten, während Banken und Papiermärkte mit Lieferzusagen operieren, die im Ernstfall kaum einlösbar sind. Diese Diskrepanz verschärft systemische Risiken, insbesondere für systemrelevante Institute.
Die Analyse ist nicht alarmistisch. Sie ist forensisch. Sie beschreibt Mechanismen, keine Schlagzeilen. Und sie macht deutlich, weshalb Aufklärung in diesem Moment notwendig ist, auch wenn sie unbequem ist.
👉 Zum vollständigen Beitrag – Eine forensische Analyse
▶ 🆘 „Silber Schocks“ bei der UBS und der geopolitischen Eskalation 2026
Bitte jetzt überall teilen, auch bei Ihnen Herr Hässig, herzlichen Dank.
Mit freundlichen Grüssen
Christian Oesch , Präsident | +41 79 329 2448











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