Gelingt es, die BKW wachzurütteln?
Ein Bürger fordert Antworten zu Smart Metern, Stromtarifen und der Verantwortung von BKW und Kanton Bern.
Wie transparent informiert ein Energieunternehmen seine Kundinnen und Kunden? Und was geschieht, wenn konkrete Fragen über längere Zeit aus Sicht des Fragestellers unbeantwortet bleiben?
Daniel Bühlmann aus Worb beschäftigt sich seit rund zwei Jahren mit Fragen zur BKW und zur Rolle des Kantons Bern als Mehrheitsaktionär. Nachdem er im Oktober 2026 erneut eine Antwort der BKW erhalten hatte, wandte er sich mit einer formellen Beschwerde an den Verwaltungsratspräsidenten, den CEO und den zuständigen Berner Regierungsrat.
Dänu hat uns den Briefwechsel zugesandt. Seine Beschwerde und die vorausgegangene Antwort der BKW stellen wir hier zur Verfügung.
Worum geht es?
In seinem Schreiben vom 27. Oktober 2026 hält Daniel Bühlmann fest, dass die BKW und die kantonalen Stellen aus seiner Sicht verschiedene konkrete Fragen bislang nicht ausreichend beantwortet haben. Dazu gehören insbesondere:
- Smart Meter und Datenschutz: Welche Verbrauchsdaten werden erhoben, wofür verwendet und wie lange gespeichert?
- Zugang zu Informationen: Wie gelangen Menschen ohne Computer oder Smartphone an die wesentlichen Tarif- und Vertragsinformationen?
- Wahltarif «Sonne scheint»: Wie werden Kosten und Vorteile des neuen Tarifmodells verteilt?
- Firmenauftritt und Kosten: Was kostete der neue Markenauftritt der BKW und welchen Geschäftsbereichen wurden diese Kosten zugeordnet?
- Aufsicht und Verantwortung: Wie gehen Verwaltungsrat und Kanton mit den aufgeworfenen Fragen um?
Die BKW erklärt in ihrer Antwort unter anderem, dass Smart Meter aufgrund gesetzlicher Vorgaben eingeführt werden und dass der Wahltarif «Sonne scheint» freiwillig ist. Sie beschreibt auch ihre Massnahmen zum Schutz der Messdaten. Daniel Bühlmann hält diese Ausführungen für unzureichend und verlangt eine vertiefte schriftliche Stellungnahme.
Die Schreiben im Wortlaut
Im folgenden Flipbook findest Du die Antwort der BKW vom 21. Oktober 2026 mit ihrer Tarifinformation sowie Dänus Beschwerde vom 27. Oktober 2026.











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