Nicht Patrick Fischer ist der Skandal
Die COVID-Impfstoffbeschaffung der Schweizer Regierung
Patrick Fischer, für alle, die ihn nicht kennen: ehemaliger Spitzenspieler, langjähriger Nationaltrainer der Schweizer Eishockey-Nati, mehrfacher Vizeweltmeister. Er ist eine Identifikationsfigur; kein Politiker, kein Strippenzieher, sondern schlicht ein Sportler.
Und genau dieser Mann steht heute am Pranger wegen eines gefälschten Covid-Zertifikats rund um die Olympischen Spiele 2022.
Die Empörung läuft auf Hochtouren, die Schlagzeilen sitzen und moralisch scheint die Sache klar.
Was dabei kaum jemand fragt:
Warum wird ausgerechnet das skandalisiert und nicht das, was im Hintergrund tatsächlich gelaufen ist?
Nicht Patrick Fischer ist der Skandal. Der Skandal liegt woanders: Millionen Menschen wurden moralisch unter Druck gesetzt, mit Verweis auf Sicherheit, Verantwortung und angebliche Alternativlosigkeit. Gleichzeitig unterschrieb der Staat Verträge, in denen genau diese Punkte relativiert, abgesichert und verschoben wurden.
Während heute mit erstaunlicher Vehemenz auf ein Zertifikat eingeschlagen wird, bleibt eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den inzwischen veröffentlichten, ungeschwärzten Beschaffungsverträgen weitgehend aus. Dabei wären genau sie die Grundlage für eine echte Einordnung.
Die Empörung über Patrick Fischer wirkt fast erleichtert.
Endlich ein Thema, das bestätigt, dass man damals „musste“, statt sich einzugestehen, dass man möglicherweise auf ein einseitiges Bild hereingefallen ist.
Endlich kann man wieder moralisch auf der richtigen Seite stehen, ohne sich mit der eigenen Rolle auseinanderzusetzen.
So fühlt sich kollektiver Selbstbetrug an.
Ein Blick in die Moderna-Verträge
Ein Blick in die Moderna-Verträge zeigt: Es geht nicht um Nebensächlichkeiten. Diese Dokumente bilden das Fundament der damaligen Entscheidungen und zeichnen ein Bild, das mit der öffentlichen Kommunikation von „sicher“, „wirksam“ und „alternativlos“ nur schwer vereinbar ist.
Die Sprache der Verträge ist eine andere: Sie spricht von Unsicherheit, von Risikoverlagerung, von Absicherung auf Seiten der Hersteller.
Preis
Was drinsteht
Im Grundvertrag kostet die Dosis US$30 plus US$2 Fill-and-Finish, also faktisch US$32 pro 100-mcg-Dosis, exklusive weiterer Nebenkosten. Der Gesamtbetrag für die ursprünglichen 4,5 Mio. Dosen liegt bei US$144 Mio.. In späteren Purchase Contracts tauchen US$30 / US$32 / US$35 / US$38 je nach Darreichungsform auf.
Warum das brisant ist
Jetzt ist schwarz auf weiss sichtbar, was die Schweiz bezahlt hat. Und es war eben nicht nur ein symbolischer Einkauf, sondern ein sehr teures Beschaffungsprogramm.
Haftung / Indemnität
Was drinsteht
Die Schweiz verpflichtet sich, jede Moderna-Partei zu entschädigen, zu verteidigen und schadlos zu halten für Verluste, Ansprüche, Schäden, Kosten usw. im Zusammenhang mit Herstellung, Testung, Entwicklung, Lieferung, Import, Verteilung, Verabreichung, Verkauf, Spende oder Nutzung des Produkts. Das gilt sogar für klinische Interventionen oder Kompensation in bestimmten klinischen Studien im Territorium. Ausnahmen sind eng: im Wesentlichen Willful Misconduct, teils grobe Fahrlässigkeit und bestimmte cGMP/GDP-Verstösse.
Warum das brisant ist
Übersetzt: Das Haftungsrisiko wurde breit vom Hersteller weg und zum Staat hin verschoben.
Haftungsbegrenzung von Moderna
Was drinsteht
Im Parent Guarantee ist die Rückzahlungshaftung gedeckelt: maximal 62,5 % des Total Payment für Refund Obligations; für Schadensersatz nur 10 % des Payment Amount. In späteren Purchase Contracts wird Modernas maximale aggregierte Haftung teils auf 30 % des Payment Amount begrenzt.
Warum das brisant ist
Moderna wurde also nicht nur weitgehend geschützt, sondern die eigene Gegenhaftung zusätzlich gedeckelt.
Sicherheit und Wirksamkeit
Was drinsteht
Der Vertrag sagt ausdrücklich: Der Käufer anerkennt, dass Impfstoffentwicklung, insbesondere bei beschleunigter Entwicklung, Risiken beinhaltet, auch in Bezug auf Sicherheit und Wirksamkeit. Trotzdem habe der Käufer entschieden, dass der potenzielle Nutzen die Risiken überwiege. Diese Formulierung steht im Supply Agreement und später nochmals in den Purchase Contracts.
Warum das brisant ist
Das ist einer der härtesten Punkte überhaupt: Der Bund unterschreibt selbst, dass Sicherheits- und Wirksamkeitsrisiken Teil des Deals sind.
Klinische Studien – Stand bei Vertragsbeginn
Was drinsteht
Im MOU vom Juni 2020 war Moderna noch in Phase 1, mit geplanter Phase 2; eine Phase 3 könne „as soon as July 2020“ beginnen. Genannt werden nur interim positive Phase 1 data und eventuell weitere Sicherheits- und Immunogenitätsdaten bis Ende Juni 2020
Warum das brisant ist
Heisst: Schon die frühe Reservation lief, als das Projekt noch mitten in der klinischen Entwicklung steckte.
Zusätzliche Studien / klinische Tests
Was drinsteht
Im MOU steht zunächst, dass Moderna die Zulassung vorantreibt, ohne dass diese Bemühungen Moderna zu zusätzlichen Studien oder klinischen Trials verpflichten sollen; die Schweiz trägt die Kosten regulatorischer Genehmigungen in der Schweiz. Im späteren Hauptvertrag wird es so ausgestaltet: Wenn Swissmedic zusätzliche nichtklinische, klinische oder Post-Approval-Studien verlangt, macht Moderna sie zwar, verrechnet die Kosten aber der Schweiz. Dasselbe Muster gilt auch für bestimmte Situationen vor der Marketing Approval.
Warum das brisant ist
Politisch heikel: Selbst zusätzliche Tests wurden vertraglich nicht einfach als Herstellerpflicht behandelt, sondern konnten dem Staat in Rechnung gestellt werden.
Zulassung
Was drinsteht
„Marketing Approval“ ist sehr breit definiert und umfasst ausdrücklich auch emergency use authorization, accelerated approval, conditional approval, temporary approval oder ähnliche Formen. Moderna muss „Reasonable Best Efforts“ einsetzen, wobei diese Bemühungen ausdrücklich unter Berücksichtigung von Sicherheit, Wirksamkeit, regulatorischem Status, Marktumfeld usw. definiert sind.
Warum das brisant ist
Das Produkt wurde also vertraglich in einem Regime beschafft, das gerade beschleunigte und konditionale Zulassungsformen mit umfasst.
Nebenwirkungen / Schäden
Was drinsteht
Die Verträge enthalten keine simple Liste à la „Nebenwirkung X, Y, Z“. Aber die Struktur ist eindeutig: Ansprüche und Schäden im Zusammenhang mit Nutzung und Verabreichung fallen weitgehend in die vom Käufer übernommene Indemnität. Schon im MOU ist von Immunität/Indemnität für Moderna und die Lieferkette die Rede.
Warum das brisant ist
Der entscheidende Punkt ist nicht eine ausgeschriebene Liste, sondern die Haftungsarchitektur: Für mögliche Schäden sollte nicht primär Moderna geradestehen.
Vertraulichkeit von Wirksamkeits-/Sicherheitsdaten
Was drinsteht
Der Vertrag definiert das Produkt selbst, seine Spezifikationen, Zulassungen und alle Daten und Informationen zur Sicherheit, Immunogenität oder Wirksamkeit als Confidential Information von Moderna.
Warum das brisant ist
Das ist publizistisch Gold: Gerade die politisch entscheidenden Daten waren vertraglich als Hersteller-Geheimnis behandelt.
Dosierung / Off-Label
Was drinsteht
„Off-Label Use“ ist ausdrücklich definiert als jede Verwendung ausserhalb der im Marketing Approval genannten Dosis. Im MOU und späteren Vertrag wird zudem festgehalten, dass eine andere Dosis keinen Preisnachlass auslöst; wenn das Regime von 100 mcg auf 200 mcg steigen sollte, bleibt der Preis gleich, aber die Zahl der lieferbaren Regime sinkt entsprechend.
Warum das brisant ist
Auch das zeigt: Vertragslogik vor Bürgerlogik. Nicht der Nutzen für den Einzelnen steht im Zentrum, sondern die Liefer- und Preismechanik.
Produktreife / Haltbarkeit / laufende Evaluation
Was drinsteht
In Exhibit A steht, dass die Dauer der Immunisierung zum damaligen Zeitpunkt „currently being evaluated in clinical trials“ sei. Zudem liefen Stabilitätsstudien noch, um die endgültige Haltbarkeit festzulegen.
Warum das brisant ist
Also nochmals: keine ausgereifte Endgewissheit, sondern laufende Evaluation bei Beschaffung und Einsatz.
Im Vertrag wird es unmissverständlich
«The Purchaser acknowledges that the development of vaccines is inherently uncertain and that, particularly given the accelerated development of the Product, there may be risks related to the safety and efficacy of the Product.»
Der Käufer erkennt an, dass die Entwicklung von Impfstoffen von Natur aus unsicher ist und dass insbesondere aufgrund der beschleunigten Entwicklung des Produkts Risiken im Hinblick auf die Sicherheit und Wirksamkeit des Produkts bestehen können.
Das ist keine Interpretation. Das ist Vertragsrealität. Weiter wird festgehalten:
«Purchaser hereby agrees to indemnify, defend and hold harmless Moderna and each of the Moderna Parties… from and against any and all claims…»
Der Käufer erklärt sich hiermit einverstanden, Moderna und jede der Moderna-Parteien von sämtlichen Ansprüchen freizustellen, sie zu verteidigen und schadlos zu halten, die gegen sie erhoben werden könnten.
Mit anderen Worten: Die Risiken liegen beim Staat. Die Haftung des Herstellers ist begrenzt.
Klinische Realität vs. politische Kommunikation
Zum Zeitpunkt der ersten Vereinbarungen befand sich das Produkt noch in frühen klinischen Phasen.
Es lagen Zwischenresultate vor. Weitere Daten sollten erst folgen. Und dennoch wurde bereits bestellt, bezahlt und politisch kommuniziert. Das ist kein Detail. Das ist System.
Die eigentliche Verschiebung: Nach aussen wurde Sicherheit vermittelt, Wirksamkeit betont, Solidarität eingefordert. Im Vertrag hingegen geht es um Risiken, Unsicherheiten und Haftungsverschiebung.
Diese Diskrepanz ist kein Nebenaspekt. Sie ist der Kern.
Pfizer: Haftung? Nicht vorgesehen.
Nach Moderna hätte man noch glauben können, es handle sich um einen Ausrutscher. Eine einmalige Situation.
Pfizer räumt diese Illusion endgültig ab. Denn hier wird nichts mehr relativiert. Hier wird festgeschrieben, was gilt und vor allem, was nicht gilt.
«Government hereby agrees to indemnify, defend and hold harmless Pfizer, BioNTech…»
Die Regierung erklärt sich hiermit einverstanden, Pfizer und BioNTech freizustellen, sie zu verteidigen und schadlos zu halten.
Der Staat schützt den Hersteller, nicht umgekehrt.
«Suppliers shall have no liability for any failure… to develop or obtain Marketing Authorization…»
Die Lieferanten haften nicht für ein etwaiges Scheitern, das Produkt zu entwickeln oder eine Zulassung (Marketing Authorisation) zu erhalten.
Selbst bei Nichtzulassung: keine Haftung.
«Under no circumstances will the Suppliers be subject to or liable for any late delivery penalties.»
Unter keinen Umständen werden die Lieferanten Vertragsstrafen wegen verspäteter Lieferung unterliegen oder hierfür haftbar gemacht. Keine Haftung bei Verzögerung, keine Vertragsstrafe und kein Druckmittel.
Das ist kein Beschaffungsvertrag. Das ist eine Risikoübertragung.
Was im Pfizer Vertrag steht
«Government hereby agrees to indemnify, defend and hold harmless Pfizer…»
... im Klartext
Staat schützt Hersteller vor Ansprüchen
«Under no circumstances… liable for any late delivery penalties»
Vertrag ohne Durchsetzungsmittel
«…subject to significant risks and uncertainties…»
Entwicklung nicht abgeschlossen
«…currently in Phase 1/2 clinical trials…»
Keine abgeschlossene Evidenz
«…vaccine may not be successful…»
Bedeutung
Wirksamkeit nicht garantiert
Und genau auf dieser Grundlage wurde politischer Druck aufgebaut.
Und die anderen?
Auch die Verträge mit AstraZeneca, CureVac, Novavax und Janssen liegen jetzt vor (siehe Textende).
Einige spielten in der Schweiz kaum eine Rolle. Andere scheiterten später. Das Entscheidende ist nicht ihr Erfolg. Das Entscheidende ist: Der Ausgang war offen. Und trotzdem wurde Druck aufgebaut.
Die Schweiz setzte faktisch auf zwei Hersteller. Und genau bei diesen beiden legen die Verträge offen, wer das Risiko trägt und wer nicht.
Alles andere spielte kaum eine Rolle oder funktionierte am Ende nicht.
Transparenz, aber nur teilweise
Ein weiterer Punkt fällt auf. Die Verträge mit Moderna und Novavax liegen mittlerweile vollständig offen – ohne Schwärzungen. Nicht freiwillig, sondern aufgrund eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 10. Februar 2026, das Anfang April rechtskräftig wurde. Transparenz musste also erzwungen werden.
Und sie ist möglich. Doch nicht überall. Während Moderna nun vollständig einsehbar ist, bleiben andere Verträge, insbesondere mit Pfizer, weiterhin nur teilweise zugänglich. Das bedeutet: Die Informationslage ist nicht einheitlich. Die Transparenz ist selektiv.
Wenn vollständige Offenlegung möglich ist, stellt sich eine einfache Frage: Warum gilt sie nicht für alle Verträge? Eine Frage, die gestellt werden müsste.
Und die SRG?
Hier wird es heikel. Die SRG ist verpflichtet zur Ausgewogenheit. Zur Einordnung und kritischen Begleitung.
Und jetzt liegen sie vor: Die Verträge. Die Grundlage der grössten gesundheitspolitischen Entscheidung der letzten Jahrzehnte.
Und genau hier wäre eine kritische Einordnung gefragt.
Die Grundlage liegt vor. Die Verträge sind öffentlich zugänglich. Doch eine vertiefte Auseinandersetzung bleibt bislang aus.
Der Zusammenhang mit Patrick Fischer
Stattdessen wird ein einzelner Trainer zur Projektionsfläche.
Ein Verhalten wird skandalisiert, das im Kontext eines Systems stattfand, das selbst von Unsicherheit und Widersprüchen geprägt war.
Das ist bequem. Es personalisiert. Und es lenkt von den eigentlichen Fragen ab.
Der Kern des Problems liegt nicht in einem gefälschten Zertifikat.
Er liegt in einem System, das Risiken kannte, sie vertraglich festhielt und gleichzeitig öffentlich relativierte. Ein System, das Verantwortung verschob: vom Hersteller zum Staat, vom Staat zur Gesellschaft und am Ende zum Einzelnen.
Heute wird laut über ein Symbol und Einzelfall geurteilt. Aber weder über die Grundlagen, die Verträge oder die Mechanik dahinter.
Eine echte Aufarbeitung würde bedeuten, sich einzugestehen, dass nicht alles so eindeutig war, wie es dargestellt wurde. Dass Unsicherheit bestand und trotzdem Sicherheit vermittelt wurde. Dass Risiken bekannt waren und dennoch Druck aufgebaut wurde.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum diese Debatte kaum geführt wird: weil sie nicht nur Fragen an Politik und Medien stellt, sondern auch an jene, die all das mitgetragen haben.
Und genau dort beginnt es unbequem zu werden.
Vielleicht ist Patrick Fischer also gar nicht das Problem, sondern lediglich der Anlass, über das eigentliche Problem nicht sprechen zu müssen.
Das sagt mehr über diese Debatte aus als alles andere.
Weitere Verträge, gleiches Muster
Novavax
Novavax ist kein Ausreisser, sondern der Beweis: Unsicherheit ist Teil des Deals, das Risiko trägt der Staat.
Preis
$22 pro Dosis, total $132 Mio. für 6 Mio. Dosen
Bedeutung
Günstiger als Moderna, aber gleiche Vertragslogik
Vorauszahlung
20% upfront, davon 50% nicht rückzahlbar
Bedeutung
Staat trägt finanzielles Risiko von Anfang an
Unsicherheit der Entwicklung
„…efforts… are aspirational… subject to significant risks and uncertainties…“
Bedeutung
Entwicklung ist kein Versprechen, sondern ein Versuch
Keine Haftung bei Scheitern
„…no liability… to develop or obtain Marketing Authorization…“
Bedeutung
Selbst bei kompletter Erfolglosigkeit keine Verantwortung
Erfolg nicht garantiert
„…vaccine… may not be successful…“
Bedeutung
Wirksamkeit ist nicht abgesichert
Produktion vor Zulassung
Herstellung beginnt vor Regulatory Approval
Bedeutung
Produkt wird produziert, bevor es zugelassen ist
Lieferung
Lieferplan ist nur „estimated“, mit ±5% Menge und ±3 Monaten Abweichung
Bedeutung
Keine verbindliche Liefergarantie
Verantwortung, Nutzung
Staat verantwortlich für Einsatz, Verabreichung etc.
Bedeutung
Risiko liegt beim Staat, nicht beim Hersteller
Janssen
Wenn bei Moderna und Pfizer noch Interpretationsspielraum bleibt, wird er bei Janssen endgültig geschlossen.
Vertragsstruktur
Weiterverkauf über EU-Staat (Frankreich)
Bedeutung
Kein direkter Herstellervertrag, aber gleiche Logik
Haftung
Hersteller übernimmt keine Verantwortung für Sicherheit oder Wirksamkeit
Risiko vollständig ausgelagert
Verantwortung Staat
Staat trägt Einsatz, Verabreichung und Konsequenzen
Risiko liegt beim Staat
Indemnität
Staat schützt Hersteller vor Ansprüchen
Bedeutung
Klagen werden abgefangen
Kompensationssystem
„No Fault Compensation System“ vorgesehen
Bedeutung
Schäden werden staatlich abgewickelt
Nutzung nach Lieferung
Staat verantwortlich für Lagerung, Transport und Einsatz
Bedeutung
vollständige Risikoübernahme nach Übergabe
AstraZeneca
AstraZeneca ist kein Sonderfall. Hier wird das Risiko einfach über die EU-Struktur verschoben.
Vertragsstruktur
Beschaffung über EU (APA) und Schweden (Resell Agreement)
Bedeutung
Kein direkter Zugriff auf Hersteller
Haftungsverzicht
Schweiz verzichtet auf Ansprüche bzgl. Sicherheit, Wirksamkeit etc.
Bedeutung
Hersteller faktisch geschützt
Indemnität
Staat verpflichtet sich, AstraZeneca schadlos zu halten
Bedeutung
Risiko liegt beim Staat
Verantwortung Nutzung
Staat verantwortlich für Einsatz, Verabreichung, Schäden
Bedeutung
vollständige Risikoübernahme
Lieferlogik
Lieferung über Distribution Hub, ohne harte Garantie
Bedeutung
keine verbindliche Zusage
„Best Reasonable Efforts“
Bedeutung
kein Leistungsversprechen
Curevac
CureVac zeigt am deutlichsten: Die Schweiz trägt das Risiko, die entscheidenden Regeln liegen ausserhalb ihres Zugriffs.
Drei-Parteien-Modell (CH, Schweden, CureVac)
Kein direkter Herstellervertrag
EU-Abhängigkeit
„…subject in all respects to the EU APA…“
Schweiz bleibt „indemnifying party“
Entscheidende Regeln liegen ausserhalb
Schweiz bleibt „indemnifying party“
Bedeutung
Risiko beim Staat
Garantien
„No other warranty… all other warranties are excluded…“
Bedeutung
Keine zusätzlichen Sicherheiten
Zahlung
Schweiz zahlt über Schweden / EU-Struktur
Bedeutung
indirekter Zahlungsfluss
Zusatzkosten
Compensation Payments bei regulatorischen Anforderungen
Bedeutung
Zusatzrisiken beim Staat
Zulassung
Lieferung abhängig von EMA / Swissmedic
Bedeutung
Produkt nicht fertig
Risikoübergang
Risiko geht bei Lieferung auf Schweiz über
Bedeutung
volle Verantwortung nach Übergabe
Schlussbemerkung
Nicht das Risiko ist der Skandal. Ein Staat darf in einer Ausnahmesituation Risiken eingehen. Er darf schnell handeln. Er darf auch unter Unsicherheit entscheiden.
Doch genau diese Unsicherheit wurde vertraglich festgehalten. In den Verträgen steht:
- Entwicklung ist ungewiss.
- Wirksamkeit nicht garantiert.
- Haftung begrenzt oder ausgeschlossen.
Und gleichzeitig wurde der Öffentlichkeit ein anderes Bild vermittelt:
- Sicherheit.
- Wirksamkeit.
- Alternativlosigkeit.
Darauf folgte der Druck.
- Moralisch.
- Gesellschaftlich.
- Politisch.
Und genau hier liegt das eigentliche Problem. Nicht im Risiko selbst, sondern in der Diskrepanz zwischen dem, was vertraglich anerkannt wurde und dem, was öffentlich behauptet wurde. Diese Diskrepanz ist kein Nebenaspekt. Sie ist der Skandal.
Ein aktueller Beitrag auf X bringt die Stimmung auf den Punkt:
VERPFLICHTENDE IMPFUNGEN WERDEN GERADE IN EUROPA DURCHGEDRÜCKT!
Die globalistischen Strippenzieher in Europa haben gerade den Hammer fallen lassen. Verpflichtende Impfungen sind keine «Verschwörungstheorie» mehr, sie drücken es jetzt allen mit neuen Gesetzen und Strafen durch, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen.
Es geht um totale KONTROLLE.
Sie testen das Ganze zuerst in Europa, weil, sobald die Leute dort eingefangen sind, sich die Blaupause wie ein Lauffeuer verbreitet. Nächster Halt: Australien, Neuseeland, Kanada und jede andere «freie» westliche Nation, die noch so tut, als würde sie körperliche Selbstbestimmung respektieren.
Deine Kinder, deine alten Eltern, DU. Sie wollen Nadeln in Arme zwingen, ob du willst oder nicht. Verweigerung bedeutet Geldstrafen, Jobverlust, Reiseverbote oder Schlimmeres. Das ist der «Great Reset» in Aktion, Bürger werden zu gefügigen Versuchskaninchen für eine endlose Impfagenda gemacht.
Big Pharma lacht sich ins Fäustchen und kassiert, während Regierungen sich anmassen, über deine DNA zu bestimmen. Dieselben Eliten, die zuvor über alles gelogen haben, sind zurück für Runde zwei und diesmal wollen sie es VERPFLICHTEND.
Sie haben Angst vor einer aufgewachten Bevölkerung, die NEIN sagt. Steh jetzt auf, oder sieh zu, wie deine Freiheiten für immer weginjiziert werden.
Die Dominosteine fallen. Heute Europa. Morgen dein Land.
Widerstand leisten oder unterwerfen. Die Entscheidung wird dir abgenommen, es sei denn, du wehrst dich mit aller Härte.
Ende der Übersetzung.
Kommentar von WIR:
Na sowas. Da passt der Fall Patrick Fischer schon fast zu gut!
Während international der Ton eskaliert, liefern die öffentlich-rechtlichen Medien im Inland den passenden Aufreger und sorgen dafür, dass genau über das gesprochen wird, worüber gesprochen werden soll.
Und eben nicht über das, worüber gesprochen werden müsste.










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